Haus & Grund
Hameln und Umgebung e. V.

Hefehof 22 · 31785 Hameln
Telefon: 0 51 51/4030430
Fax: 0 51 51/4030450
info@haus-und-grund-hameln.de
Startseite
Krankheit ist kein vorzeitiger Beendigungsgrund Drucken
Manche Mieter machen es sich schon sehr einfach. Da hängt der Enkel einer Mieterin der Vermieterin, die im gleichen Haus wohnt, einen Zettel an die Wohnungstür, dass er für seine Großmutter die Wohnung zum Ende des Monats September 2008 kündigt, da diese in eine Pflegeeinrichtung in seiner Nähe umziehen musste und daher die Wohnung nicht mehr nutzen kann. Die Schlüssel behält er natürlich noch. Diese „Kündigung“ ist unwirksam
Lassen Sie als Vermieter sich auf solche „Spielchen“ nicht ein und lassen Sie sich sofort rechtlich beraten. Die Kündigung ist aus verschiedenen Gründen unwirksam. So etwas müssen Sie auf keinen Fall hinnehmen.

Kündigen kann nur der Mieter
Nur die Mieterin kann den Mietvertrag kündigen. Sie kann zwar jemanden damit bevollmächtigen, dann muss aber dem Kündigungsschreiben die Vollmacht im Original mit Unterschrift beigefügt sein. Ansonsten ist die Kündigung unwirksam. Sie müssen als Vermieter aber diese Kündigung wegen fehlender Vollmacht zurückweisen, ansonsten wird sie dann doch wirksam.

Pflegebedürftigkeit kein Grund für fristlose Kündigung
Auch bei schwerer Erkrankung beträgt die Kündigungsfrist immer noch drei Monate, hat jetzt das OLG Düsseldorf entschieden. Schwere Krankheit oder Pflegebedürftigkeit rechtfertig keine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (Beschluss vom 25.07.2008, Az.: I 24 W 53/08). Denn der Mieter trägt das Risiko, dass er die von ihm angemieteten Räume nicht mehr verwenden kann. Zu diesem Risikobereich zählt auch die Erhaltung seiner Gesundheit.

Kündigungsfrist immer drei Monate
Für diese Mieterin beträgt die Frist für eine ordentliche Kündigung immer drei Monate zum Monatsende. Nennt sie in ihrem Kündigungsschreiben einen falschen Beendigungstermin, dann wird dieser falsche Termin auf den gesetzlich richtigen Termin korrigiert.

Ohne Schlüsselübergabe keine Beendigung
Solange die Mieterin bzw. ihr Enkel noch die Schlüssel zur Mietwohnung in ihrem Besitz haben, wurde die Wohnung dem Vermieter auch noch nicht zurückgegeben. Selbst wenn das Mietverhältnis durch eine Kündigung beendete sein sollte, entsteht nun für den Vermieter ein Anspruch auf Erhalt einer Nutzungsentschädigung gegenüber der Mieterin. Denn sie verwehrt dem Vermieter die Nutzung der Mietsache und damit eine Weitervermietung. Hierfür muss sie nun für jeden Tag der Vorenthaltung eine Nutzungsentschädigung in Höhe der vorher vereinbarten Bruttomiete zahlen.

Fazit:
Das Mietverhältnis kann frühestens am 31.12.2008 enden, wenn die Kündigung wirksam gewesen war. Der Mietzahlungsanspruch besteht fort, weil die Schlüssel auch noch nicht übergeben worden sind.
Kann keine Vollmacht nachgewiesen werden, ist die Kündigung unwirksam und das Mietverhältnis besteht unbefristet fort.

 

 
< zurück

Immobilien

Z. Zt. keine Immobilien
Hier können Sie Ihre Immobilie anbieten.
 

Veranstaltungen

Z. Zt. keine Veranstaltungen
Demnächst neue Termine
 

Anzeigen: